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Die Träume eines Wanderers - der Pacific Crest Trail

ChristlMistl | Donnerstag, 26. Mai 2016 | / / / / |
Bildquelle: DarlaEbbets via pixabay.com

Der Pacific Crest Trail, kurz PCT,  ist ein rund 4280 Kilometer langer Fernwanderweg entlang der US-Westküste. In den 1930er machte Clinton C. Clarke den Vorschlag, eine Route, die Mexiko mit Kanada verbindet, zu erschaffen. Doch erst ab 1968 begann der wirkliche Aufbau bedingt durch den National Trails System Act des damaligen Präsidenten Lyndon B. Johnson. Erst im Jahre 1993 wurde der PCT als vollständig erschlossen erklärt.

Die Route durchkreuzt die Staaten Kalifornien, Oregon sowie Washington oder auch anders ausgedrückt 25 Nationalwälder, 7 Nationalparks (z.B. Yosemite), rund 1126 Kilometer südkalifornische Wüste, die Sierra Nevada und die Kaskadenkette. Den höchsten Punkt mit 4009 Metern erlangt man am Forester-Pass in Kalifornien.

Im Durchschnitt benötigt man für die komplette Tour ganze fünf Monate. Jedes Jahr versuchen dies 300 bis 400 Wanderer, sogenannte Thru-Hiker. Hinzu kommen Tages- bzw. Etappenwanderer in den einzelnen Nationalparks, die der PCT durchquert. Zu der ohnehin erschwerlichen Strecke gesellen sich dann noch Schnee, unheimliche Hitze, Bären, Berglöwen, gefährliche Schlangen, giftige Pflanzen, Moskitos, Wunden und nicht zu vergessen ein schweres Gepäck.

Dass ich mittlerweile eine (fast) unbeschreibliche Liebe zum Wandern entwickelt habe, erzählte ich euch bereits letzte Woche. Aber woher genau kommt jetzt die Faszination für diese Mammutstrecke? Angefangen hat alles mit einem Roman, mein erster Wanderroman, den ich je gelesen habe und seitdem kann ich von diesem Genre nicht genug bekommen.

Wild - der große Trip

In Wild (zu deutsch: der große Trip) beschreibt Cheryl Strayed unfassbar beeindruckend wie sie damals mit 22 Jahren den PCT bewanderte. Nachdem sie nichts mehr zu verlieren hatte - ihre Mutter war kürzlich gestorben, die Familie verstreut und ihre Ehe am Ende - beschließt sie untrainiert und unerfahren mehrere Tausend Kilometer allein, auf der Suche nach Heilung und einzig angetrieben durch ihren puren Willen, zu meistern.

Es ist ein bemerkenswertes Buch, dass sowohl traurig als auch fröhlich ist, spannend und mitnehmend, faszinierend, informierend und inspirierend. Ein Buch, dass uns mitnimmt durch alle Strapazen, den Schmerz, die Angst, das Leid, zu den schönen Begegnungen beim Wandern und an dessen Ende die Hoffnung und Stärke steht. Und auch wenn ich vorher nicht einmal annähernd etwas von der Region kannte, war die Geschichte so bildlich geschrieben, sodass sich beim Lesen wunderbare Welten und Szenerien auftaten. Ein zutiefst berührendes Buch, dass mich nachhaltig beeindruckte.

Im gleichnamigen oscarnominierten Film verkörpert Reese Witherspoon die verletzliche und gleichzeitig doch so starke Cheryl Strayed und nimmt uns mit auf einen unglaublich beeindruckenden Trip, der verglichen mit dem Buch jedoch nicht alle Handlungsstränge wiedergibt. Und dennoch ist er sehr, sehr sehenswert und für mich ist hier Reese in ihrer besten Rolle!


Dokumentationen 

Tja, und der PCT hat sich nun in meinen Kopf eingebrannt. Ich glaube nicht, dass ich zu denjenigen gehören werde, die diesen Weg komplett und allein gehen würden. Aber man soll ja niemals nie sagen, denn wer weiß schon so genau, was die Zukunft bringt. Auch wenn ich ihn vielleicht nie selbst gehen werde, ein wunderbarer Stoff zum Tagträumen ist er allemal.

Am Ende lasse ich euch noch eine kleine Sammlung an Dokus über den PCT da. Den Anfang macht eine deutsche TV-Produktion gefolgt von englischen Erfahrungsberichten von Menschen, die den Weg selbst gegangen sind.  Lasst euch nun also ein wenig von dieser Faszination anstecken!


1 Kommentar :

  1. Den Film wollte ich noch unbedingt sehen, der soll richtig cool sein, den muss ich echt sehen :)

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