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Nicht nur wegen der Gurken gut - der Spreewald

ChristlMistl | Donnerstag, 9. Juni 2016 | / |

So sehr wir doch (fast) alle Berlin lieben, aber ab und zu muss man einfach mal raus aus der großen, lauten, dreckigen Stadt und rein in die ruhige, unberührte, erholsame Natur. Also ab in den stündlich fahrenden Regio (RE2 der ODEG) Richtung Cottbus und in Lübben oder Lübbenau aussteigen. Binnen maximal einer Stunde Zugfahrt steht man dann auch schon im Spreewald, der noch viel mehr als nur die leckeren Gurken zu bieten hat! 

Denn die vielen natürlichen Fließe sowie künstlich geschaffene Kanäle von insgesamt 970 Kilometern laden förmlich zum Kanu fahren ein. Ob man dann nun selbst durch die Gegend paddelt oder sich lieber auf einem Kahn durch die Gegend schippern lässt, ist hierbei jedem selber überlassen. Beides hat aus meiner Sicht so seine Vor- und Nachteile. 

Aber nicht nur auf dem Wasser kann man den Spreewald erkunden, sondern auch per Rad. Die Radwege sind hier sehr gut ausgebaut. Am beliebtesten ist der Spreeradweg, der demnach aber auch gerne mal stark frequentiert ist.


Wenn man daher wirkliche Entspannung sucht, dann sollte man vor allem die Feiertage meiden. Ich war mal an Pfingsten dort und man hätte meinen können, ganz Berlin wäre dorthin ausgeschwärmt. Das mündete in überfüllte Kähne, viel zu vollen Wasserstraßen sowie Wege und proppenvollen Cafés. Es war eher stressig, anstatt erhofft ruhig und genüsslich. Von daher lieber unter der Woche oder zum Sommerausklang in den Spreewald düsen. Wer nicht so kälteempfindlich ist, der kann auch im Winter die Landschaft auf dem Kahn genießen. 

Während man dann in den Spreewald eintaucht, merkt man erst einmal, wie schön es doch ist,  so viel wunderbare Naturidylle in der Nähe zu haben. Im Spreewald wirkt vieles noch unberührt, nicht von Menschenhand fein und glatt geschliffen. Nicht umsonst wurde er auch von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Leider ist der Spreewald aber auch durch Schadstoffeinträge und Auswaschungen aus den Tagebauen des Lausitzer Braunkohlereviers bedroht, die sowohl Flora und Fauna allmählich vergiften. Oft zu erkennen ist dies am ockerfarbenen Eisenschlamm

Mittlerweile gibt es Schutzprojekte. So wird beispielsweise die Wudritz, ein wichtiger Zufluss zur Hauptspree und besonders stark betroffen, mittels Bagger entschlammt. Darüber hinaus soll die Wasserreinigungsanlage in Vetschau wieder in Betrieb genommen werden. Hoffentlich bringt es etwas, sodass nicht wieder ein weiterer schöner Flecken Erde zerstört wird.

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