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6 Filme, die dich zum Weinen bringen

ChristlMistl | Mittwoch, 1. Juni 2016 | / |
Bildquelle: Dieter_G via pixabay.com

Wer kennt diese Momente nicht. Da schaut man einen Film und auf einmal berührt er dich so dermaßen, dass du gar nicht mehr aufhören kannst zu flennen. Das kann natürlich aus verschiedenen Gründen passieren, ob nun durch Tod, Grausamkeit, Glück, Liebe, Freude, die kleinen feinen zwischenmenschlichen Dinge oder Assoziationen zum eigenen Leben - oft geschieht es ohne Vorwarnung. Jedenfalls bei mir, weil das mit den parat liegenden Taschentüchern habe ich noch nicht so raus. Und ja, ich weine gerne bei Filmen. Ich bin emotional. Fühle zu 100 Prozent mit. Lasse mich von Stimmungen, Geschichten und Emotionen anstecken. Und wenn das ein Film mit mir machen kann, dann ist es für mich auch ein großartiger Film!

Daher habe ich heute sechs Filme herausgesucht (Achtung: SPOILER!), bei denen ich garantiert auch nach mehrmaligem Angucken noch weine. Vielleicht ist es bei euch ja auch so oder ihr kennt andere Filme, bei denen ihr immer weinen müsst. Lasst es mich doch in den Kommentaren wissen!

Hachiko 


Dem Professer Wilson läuft an der Bahnstation das Hundewelpen Hachiko zu. Versuche den Besitzer zu finden, scheitern, also wird Wilson sein neues Herrchen - dem Hachiko fortan bedingungslos treu sein wird. Jeden Morgen folgt er seinem Herrchen zur Bahnstation, wenn dieser zur Arbeit muss und wartet dort auf ihn, wenn er um 17 Uhr wieder zurückkommt. Doch eines Tages stirbt der Professor an einem Herzinfarkt und kehrt somit nicht mehr zurück. Versuche, ihn bei der Tochter des Professors unterzubringen, scheitern. Hachiko rennt jedes Mal wieder zurück zum Bahnhof und wartet dort sein Leben lang auf sein geliebtes Herrchen. Die Bewohner des Ortes nehmen sich schnell dem Hund an und versorgen ihn mit Futter und Wasser.

Eine großartige Geschichte über Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt zwischen Mensch und Tier voller Sanftmut und Liebenswürdigkeit. Allein als mir von dem Film erzählt wurde, musste ich mitheulen, denn die, die es mir erzählte, hatte auch schon wieder mit den Tränen zu kämpfen. Als ich dann den Film sah, brachen alle Dämme. Und es erzeugt gleich noch mehr Gänsehaut, wenn man bedenkt, dass es keine fiktive Story ist, sondern auch noch auf wahren Begebenheit beruht.

The Notebook


Der Film beginnt damit, dass ein älterer Herr im Pflegeheim einer alten Frau mit Alzheimer die Geschichte von Allie und Noah vorliest. Allie, ein wohlerzogenes Mädchen aus reichem Hause und Noah, für damalige Zeiten aus einfachen Verhältnissen, verlieben sich im Landurlaub von Allies Familie ineinander und erleben einen unbeschwerten Sommer. Doch schnell bemerken sie, dass ihre Liebe etwas besonderes ist. Dennoch werden in den nächsten Jahren ihre Wege nicht zusammen verlaufen - ihre Eltern, der Weltkrieg, neue Beziehungen funken dazwischen. Doch die beiden kämpfen um ihre Liebe und wie sich dann herausstellt, sind der alte Mann und die Frau die beiden aus der Geschichte. Es ist ihre Geschichte über eine unvorstellbar große Liebe, die Allie aber aufgrund ihres Alzheimers immer mehr vergisst. Noah kämpft bis zum Schluss um und für sie. Als sie sich noch einmal an ihn erinnern kann, schlafen beide für immer Hand in Hand ein.

Zum einen berührte mich der Schmerz in Noahs Gesicht, immer wenn sich Allie, nach einem lichten Moment, nicht mehr an ihn erinnern konnte. Zum anderen berührte mich der Kampf von Noah sie trotz alldem nicht aufzugeben, sondern sie bis zum Ende zu lieben und für sie da zu sein. Es ist einfach eine große Liebesgeschichte, die zutiefst berührt.

Rendezvouz mit Joe Black


Großunternehmer William Parrish hört nach einem Herzinfarkt die Stimme des Todes. Währenddessen lernt seine Tochter Susan in einem Café einen Mann kennen, der kurz darauf bei einem Verkehrsunfall stirbt, damit der Tod "Joe" seinen Körper nutzen und unter den Lebenden weilen kann. Parrish soll ihn von nun an das Leben der Menschen zeigen und erklären. Er bleibt solange am Leben bis es dem Tod nicht mehr interessant erscheint, auf der Erde zu bleiben. In dieser Zeit wohnt er auch bei den Parrishs zu Hause. Susan und er verlieben sich ineinander. Am 65. Geburtstag ihres Vaters nimmt Joe William Parish mit zu sich, hinterlässt jedoch den wahren Joe, der sich natürlich an nichts erinnern kann. Susan merkt jedoch sofort, dass es nicht der gleiche Joe ist. Nun haben sie die Chance sich noch einmal von vorne kennenzulernen.

Allein wenn ich schon weiß, dass der Film aufs Finale hinausläuft, werde ich schon unruhig und mag am liebsten den Film stoppen. Der Abschied von seiner Tochter, der symbolische Gang über die Brücke mit Joe, der Verlust, der Tod - das alles ist in diesem Film so emotional dargestellt, dass die Tränen wie ein Sturzbach laufen. Wenn jemand schon einmal einen geliebten Menschen verloren hat, der kann sich in diese Szene nämlich zusätzlich perfekt hineinversetzen und das potenziert das Ganze noch einmal enorm.

Der Junge im gestreiften Pyjama


Da sein Vater, ein SS-Obersturmbannführer, zum Kommandanten eines Arbeitslagers befördert wird, muss der achtjährige Bruno mit seiner Familie Berlin verlassen und zieht in eine Villa nahe des Lagers um. Ihm ist es verboten den Hinterhof des Grundstückes zu betreten, doch durch ein Fenster sieht er etwas, das er für einen Bauernhof hält. Eines Tages gelingt es ihm doch in den verbotenen Hinterhof zu gelangen und steht auf einmal an dem hohen Zaun des Arbeitslagers. Durch diesen Zaun macht er Bekanntschaft mit dem etwa gleichaltrigen Schmuel. In seiner kindlichen Naivität glaubt er, dass die Kleidung der Insassen Pyjamas wären, die Nummern darauf zu einem Spiel gehören und er beneidet sogar Schmuel, da er nicht alleine ist. Fortan treffen sie sich immer wieder am Zaun und freunden sich an. Als Schmuel in die Villa beordert wird, gibt ihm Bruno essen. Obersturmführer Kottler bezichtigt darauf Schmuel des Diebstahls, was Bruno nicht verneint, da er Angst vor ihn hat. Kottler erwähnt auch gegenüber der Mutter, dass die Juden im Lager ermordet und verbrannt werden - eine Information, die geheim bleiben sollte. Sie ist desillusioniert und will mit ihren Kindern nach Heidelberg zu Verwandten gehen. Daraufhin rennt Bruno zum Zaun, um sich von Schmuel zu verabschieden. Dieser ist traurig, da er seinen Vater nicht mehr finden kann. Da Bruno noch ein schlechtes Gewissen hat, bietet er an, Schmuel beim Suchen zu helfen. Er gräbt ein Loch unter den Zaun und zieht sich die von Schmuel besorgte Lagerkleidung an. In der Männerbaracke wollen sie nur kurz nachsehen, als die Selektion beginnt. Sie sollen sich angeblich zum Duschen ausziehen und gehorchen - dann sieht man einen Soldat mit Gasmaske, der eine Giftdose durch eine Raumöffnung leert.

Dieser Film nähert sich dem Thema des Holocaust mit kindlicher Naivität an und legt dadurch umso mehr die Perversität und Grausamkeit des Naziregimes offen. Ein Film der zutiefst ergreifend, aufwühlend und gerade zum Ende hin an die Grenze des Ertragbaren gelangt. Und dennoch ist es ein Film, der einfühlsam auch die Geschichte von einer Freundschaft zwischen zwei Jungen erzählt, die einem zeigt, dass Kinder keine Grenzen in jeglicher Hinsicht kennen.

Für immer Dein


Das ältere Ehepaar Morrison lebt in einem alten Haus, welches immer mehr Mängel aufweist und das Leben somit schwieriger gestaltet, da sich bei Irene erste Zeichen einer Demenz bemerkbar machen und sie nach einem Sturz gehbehindert ist. Craig beschließt daraufhin ein kleineres, praktisches Haus zu bauen - Land hat er, Erfahrungen auch. Er hat die Rechnung nur nicht mit der Baubehörde und der unglaublichen Bürokratie gemacht, die ihm zunehmend das Budget verringern und ihn schließlich vors Gericht bringen, da er sich einer Baueinstellungsverfügung widersetzte. Den Bau und den Bedarf dieses Hauses begründete er unter anderem mit den Krankheiten seiner Frau. So kommt er ohne Gefängnisstrafe davon und die Morrisons können ihren Lebensabend gemeinsam in ihrem neuen Haus verbringen.

Ein Film, der unaufgeregt und leise von Liebe, Fürsorge und einer wunderbaren Starrköpfigkeit erzählt. Von einem Mann, der gegen die Sinnlosigkeit mancher Vorschriften und der überbordenden Bürokratie ankämpft, sich ihr wiedersetzt, seine Wege geht und bis zum Ende kämpft - für sich, für das Haus, aber vor allen voran für seine Frau. Und auch dieser Film beruht auf wahren Begebenheiten.

Der seltsame Fall des Benjamin Button


Benjamin wird als alter, gebrechlicher Mann geboren. Von seinem Vater vor einem Altenheim ausgesetzt wird er fortan von der liebevollen Pflegerin Queenie aufgezogen. Von nun an tickt die Uhr rückwärts gegen ihn und sein Körper wird immer jünger und jünger. Im Heim lernt er dann die fünfjährige Daisy kennen, die ihre Oma dort besucht. In den folgenden Jahren laufen sich die beiden immer und immer wieder über den Weg. Als beide dann ungefähr das gleiche Alter erreicht haben und Benjamin vor allem seinem Alter entsprechend aussieht, beginnen sie eine Beziehung zu führen. Sie erleben glückliche Jahre, aus der auch eine Tochter hervorgeht. Dabei wird Benjamin klar, dass er immer mehr zu einem Teenager wird und seiner Tochter kein richtiger Vater sein kann. Bevor seine Tochter Erinnerungen an ihn aufbauen kann, verlässt er die Familie. Daisy und Benjamin sehen sich wieder, als sie in ihren 50ern und er in seinen 20ern ist - sie schlafen noch einmal miteinander, gehen dann aber wieder getrennte Wege. Als er sich zum Pubertierenden verwandelt, findet er wieder ein zu Hause im Altenheim, in das er aufgewachsen ist. Als Daisy dieses besucht, erkennt Benjamin sie nicht mehr. Dennoch beschließt sie dort einzuziehen und pflegt ihn während er sich immer mehr zum Kleinkind bis hin zum Baby entwickelt und schließlich in ihren Armen stirbt.

Kurzum ist es eine ergreifende Geschichte über das Alter, die Zeit, die Existenz, die Liebe und den Tod. Ein zutiefst bewegendes Meisterwerk, dass einen auch nachhaltig nicht kalt lässt.

Kommentare :

  1. Ich weine eigentlich relativ selten bei Filmen, aber bei Hachiko und Wie ein einziger Tag musste ich tatsächlich ein paar Tränchen verdrücken.

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

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  2. aah ich bin auch immer so ungaublich emotional bei filmen..mich bringen sogar kinder bzw animationsfilme zum flennen XDDD ich werde mir deine auswahl auf jeden Fall mal genauer anschauen und die taschentücher schon bereit legen haha
    lg ;**

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    1. Ich heule auch gerne bei Animations-/"Kinder"filmen, vor allem bei denen von Disney. Bei Tarzan kann ich ja immer wieder :D

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  3. Da sind tolle Filme dabei, the Notebook ist super :) Ich kann noch 'Beim Leben meiner Schwester', 'Room' und 'The Danish Girl' empfehlen.

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    1. Super, The Danish Girl wollte ich eh noch gucken.

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  4. Meet Joe Black und Benjamin Button fand ich auch richtig gut. Hachiko habe ich bisher nicht übers Herz gebracht zu schauen, da ich ja selbst einen Akita habe.
    Christina ♥ https://caliope-couture.com

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