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Bedeutet etwas anders zu machen gleich, dass es falsch ist?

ChristlMistl | Freitag, 16. September 2016 | |
Bildquelle: condesign via pixabay.com

Bedeutet etwas anders zu machen gleich, dass es falsch ist?
Nur weil es nicht auf den konventionellen, herkömmlichen, von den meisten Leuten praktizierten Weg geschieht, muss es dann gleich nicht richtig sein?
Heißt es gleich, dass man sich nichts sagen lässt, bloß, weil man dennoch seinen Weg weitergeht und ihn verteidigt?
Nur weil man nicht gleich nachgibt, nicht denselben Einheitsbrei macht?

Nur, weil man ein „Problem" anders angeht, als jemand Erfahrenes, heißt es doch nicht, dass dieser falsch sein muss?
Was heißt überhaupt falsch und was ist richtig?
Gibt es überhaupt den EINEN Weg, den richtigen, den falschen, die eine Lösung?

Ist es nicht besser etwas anzugehen, so wie man es für richtig hält?
So wie man sich dabei wohlfühlt, da es die eigene Arbeits-/Denkweise ist und nicht die eines anderen, eine aufgezwängte?
Wenn man dabei genauso gut das Ziel erreicht, sollte es nicht egal sein, dass man seine eigene Arbeitsweise befolgt hat?
Ist etwas nur dann gut, wenn jeder das Gleiche macht, den gleichen Weg geht und bloß nicht durch anders sein/denken auffällt?
Muss man immer und immer wieder seine Individualität, sein Ich untergraben?

Hat jemand, der älter und somit erfahrener ist, immer automatisch recht?
Muss man dann es auch immer so tun, wie er - nur weil er es immer so gemacht hat und sich es bewährt hat?
Ist alles Neue, Andersartige daher automatisch schlecht oder gar falsch?
Ist es nicht vielleicht manchmal besser außerhalb der Norm zu denken, nicht eingezwängt in gesellschaftlichen Vorgaben, um zu neuartigen Lösungen zu gelangen?

Hat es immer gleich etwas mit Sturheit und sich nichts Sagenlassen zu tun, wenn man wie bisher weitermacht?
Muss man immer gleich seine Überzeugungen über Bord werfen - nur weil jemand anderes mit seinen Überzeugungen meint, es wäre besser so?
Ist er dann nicht genauso stur und lässt sich nichts sagen, wie man etwas machen könnte/sollte?

Wann hört endlich diese elendige Bevormundung auf?
Warum kann man nicht einfach leben lassen?
So wie jeder es für sich selbst für richtig hält?
Wie er damit zufrieden ist?
Wie er auf seine eigene Art und Weise etwas erlangt, seinen Weg begeht?

Warum muss jeder seine Meinung abgeben, beurteilen - nur weil man nicht seinem Ideal entspricht.
Ist seines wirklich besser?
Ist meines besser?
Ist überhaupt irgendetwas besser? Oder schlechter?
Ist es eigentlich nicht einfach gut so, wie es ist?
Und sollte das nicht einmal langsam einfach jeder akzeptieren?
Und das Beste aus sich und seinem Leben machen?
Anstatt ständig zu versuchen, andere nach seinem Gusto zu „optimieren“ - damit diese besser in sein Bild, sein Denken, sein Handeln passen?
Wozu?

Kann man nicht einfach einmal jemanden so akzeptieren, wie er ist, wie er denkt, wie er lebt, wie er handelt - auch wenn es nicht so ist, wie man es selbst tut/tun würde?
Und bloß weil es sonst immer so funktioniert hat, heißt das nicht, dass es immer so weiter funktionieren wird und dass ein neuer, anderer Ansatz es nie tun wird.
Es führt doch meistens nur zu Streit, Diskussionen, Auseinandersetzungen, Wut.
Nichts Konstruktives, nur banales im Kreisdrehen.
Ich frage noch einmal: Wozu?
Wenn wir mehr anfangen würden, zu leben und leben zu lassen und offen für Anderes und Neues werden - dieses akzeptieren, tolerieren - könnte das Leben nicht viel leichter werden?
KÖNNTE.

Kommentare :

  1. Also ich kann nur sagen: nein.
    Du hättest mal hören müssen was ich mir alles gefallen, erzählen und sagen lassen musste, als ich mich damals dazu entschlossen habe nicht zu studieren. Mit meinen Noten blablablabla.
    Und mit der Selbstständigkeit war es dann noch mal das Gleiche. Was gerade in der Anfangsphase (wenn es halt auch einfach nicht gut läuft und schleppend voran geht, alles langsam wächst) wirklich schwierig war.
    Ich bin froh, dass meine Eltern da immer so locker waren und immer an mich geglaubt haben... am schlimmsten fand ich nämlich, wenn andere meine Eltern auf die Seite genommen haben und sagten: "Wie kannst du ihr das erlauben/sie dabei unterstützen?"

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  2. Definitiv nein. Und ja zu mehr Toleranz. Akzeptieren, dass es andere Wege und Ansichten als die eigenen gibt, Individualität anerkennen. Ist es aber nicht auch so, dass viele Menschen sich dem Einheitsbrei unterwerfen, weil sie zu viel Angst haben? Das hat für mich zwei Seiten: Selbst zu seiner Individualität stehen und die der anderen schätzen. :)

    Liebste Grüße und ein schönes Wochenende für dich!
    Sara

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