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DIY - veganes, aluminiumfreies Deo mit nur drei Zutaten selber machen

ChristlMistl | Dienstag, 18. Oktober 2016 | / / / |

Die Wahl des richtigen und passenden Deos ist bei mir schon ewig eine kleine Herausforderung. Über Schweiß zu erzählen, fühlt sich manchmal wie ein Tabubruch an. Als starker Schwitzer landete ich am Ende immer bei den aluminiumhaltigen Antitranspirants, um geruchsfrei über den Tag zu kommen. Doch das will ich einfach nicht! Aluminium steht in Verdacht krebs- und alzheimerfördernd zu sein und sowieso möchte ich so wenig Chemiepampe, wie nur möglich, an meinen Körper heranlassen. Ich testete übrigens Naturkosmetik-Deos bereits einige Male mit nur teilweisem Erfolg.

Ein Deoroller von Alterra war zwar gut, reichte aber leider an einem längeren Tag oder bei mehr Bewegung nicht aus - für Normalschwitzer sollte er aber sehr gut funktionieren. Das feste Deo "Aromaco" von Lush fand ich megaspitze, denn es hielt den ganzen Tag - nur reagierte ich nach einem Monat allergisch mit einem scharlachroten, juckenden Hautausschlag unter den Achseln darauf. Also teste ich "The Guv'ner" von Lush und es war genauso supergut und dieses Mal gab es auch keine Allergie. Aber da es ein dunkles Puder ist, macht es A) eine große Schweinerei im Bad, B) benötigt es eine ganze Weile zum Einziehen und C) eignet es sich im Sommer nicht so gut bei Tops oder weißen Shirts, denn es dauert halt etwas bis alles eingezogen ist und die Zeit habe ich nicht immer. Also kurzum, wer keine Lust hat, sich selbst ein Deo zu machen, der sollte definitiv mal "Aromaco" ausprobieren. 

Jedoch denke ich, dass so ein selbst gemachtes Deo noch einmal etwas cooler ist. Umso weniger Zutaten etwas hat, umso besser, gesünder und "reiner" ist es. Zudem geht es echt easy und schnell. Alles, was man braucht sind: 50g Kokosöl, 50g Stärke und 35g Natron. Zuerst lasst ihr das Kokosöl über einem Wasserbad schmelzen und rührt dann die Stärke und das Natron ein. Zum Schluss füllt ihr die Masse in einen sterilen Behälter und lasst es fest werden (das kann manchmal etwas länger dauern). Wer hat, kann einen Tropfen Vitamin-E hinzugeben, der verlängert ein wenig die Haltbarkeit. Aber da man Deo tagtäglich nimmt und keine allzu große Menge produziert, sollte das Deo auch nicht schlecht werden. Am besten entnehmt ihr mit einem kleinen Spatel eine kirschgroße Menge und verteilt sie unter euren Achseln. Mit Hautkontakt wird das Deo flüssig, zieht schnell ein und hinterlässt keine Flecken. Und halten tut es auch sehr, sehr gut! Jetzt muss ich nur noch abwarten, ob ich nicht in einem Monat allergisch darauf reagiere, aber ich bin sehr zuversichtlich. Ich klopfe sicherheitshalber noch einmal drei Mal aufs Holz.

Kokosöl enthält übrigens viel Laurinsäure, das antibakteriell und pilzfeindlich wirkt. Frischer Schweiß riecht nicht, sondern erst nachdem er von Bakterien zersetzt wurde. Somit wirkt das Kokosöl bestens  gegen Schweißgerüche. Zudem ist dieses Öl entzündungshemmend und pflegt die Haut. Auch das Natron wirkt antibakteriell und bindet somit Gerüche. Die Stärke nimmt zudem Feuchtigkeit auf und lässt das Deo fester werden.

Anmerkung: 

Das hier aufgeführte Rezept benutze ich täglich und wird von mir gut vertragen. Aber jeder Körper ist anders und reagiert anders. Es gibt daher immer eine Möglichkeit der Unverträglichkeit. Besonders Allergiker und/oder Schwangere sollten Vorsicht walten lassen und im Zweifel vorher mit ihrem behandelnden Arzt sprechen. Herstellung und Behandlung erfolgt auf eigene Gefahr und von mir wird daher keine Haftung übernommen.

Kommentare :

  1. Mir ist das Lush-Deo-Pulver auch zu staubig - aber da ich insbesondere The Greench toll finde, habe ich folgendes gemacht: 1 Teil Kokosöl + 1 Teil Sheabutter schmelzen und mit 3 Teilen Greench-Pulver vermischen. Hart werden lassen. Ein Fingertupfer pro Achsel genügt:-)

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    1. Vielen Dank für den Tipp, das hört sich sehr vielversprechend an :)

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