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Rezept(e): Zwiebelbrot mit zweierlei Brotaufstrich (Kräuterquark & Rote Bete Hummus)

ChristlMistl | 18. Januar 2017 | / / |

Letzte Woche habe ich die Doku "Projekt Hühnerhof" vom ZDF auf YouTube angeschaut. Noch währenddessen fing ich an, meinen Fleischkonsum zu überdenken. Ich selbst bereite mir so gut wie nie Fleisch zu, wenn doch, dann mal am Wochenende und aus regionaler Biohaltung. Die meisten Wochenenden verbringe ich aber in der Heimat, wo nicht ich, sondern meine Mutti (famos) kocht und da gibt es gerne Fleisch. Hört sich doch gar nicht mal so schlecht an, wenn es nur am Wochenende Fleisch gibt, oder?! Ja, schon, aber da wäre unter der Woche noch die Mensa, wo man dann doch immer mal wieder bei Gulasch, Schnitzel und Co landet oder die Jagdwurst bzw. die Leberwurst auf meiner Stulle. Und so läppert sich das immer mehr zusammen. Man denkt immer, man isst gar nicht so viel Fleisch, weil man ja auch keines zubereitet, es nicht in der Hand hat, es nicht verarbeitet, weil man nur noch unbewusst konsumiert.

Sofort von hier auf jetzt auf Fleisch zu verzichten, schaffe ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob ich den Schritt überhaupt einmal gehen möchte. Aber was ich will, ist, mein Essen wieder mehr wertzuschätzen - wo kommt es her, wie hat es gelebt, wie wurde es gehalten. Vor der Doku habe ich mir nicht viel Gedanken darüber gemacht, dass das mal ein ganzes, lebendiges Tier war, wenn es so in mundgerechten Happen in einer Bratensoße vor mir lag. Nach der Doku ist dieses Bewusstsein für dieses Lebewesen, das da vor mir liegt, so etwas von da und geht auch nicht mehr weg. Zum Glück! Ich will wieder bewusster essen. Ich will wieder hin zum Sonntagsbraten. Sprich, am Wochenende ist Fleisch in Form von Mittagessen in Ordnung. Für den Rest braucht es nun in einigen Bereichen kreatives Umdenken. So auch in puncto Brotbelag. 

Ich liebe Käse, zum Glück gibt es von ihm zahlreiche Variationen, aber auf Dauer mag man auch einmal einen anderen Geschmack. Kräuterquark mache ich mir normalerweise immer im Sommer, wenn die Kräuter frisch im Garten sprießen. Nur gut, dass ich mir immer einen Vorrat an Kräutern für den Winter einfriere. Da ich aber nur eine riesige Gemüsezwiebel hatte, musste der Rest natürlich auch irgendwie verarbeitet werden, schließlich bin ich ein Gegner von Lebensmittelverschwendung. So wurde kurzerhand ein leckeres Zwiebelbrot gebacken. Tja, und dann hatte ich für das Hummus aber keine Zwiebel (als Knoblauchersatz) mehr übrig >>pff dann nehm', ich halt Kräuter<<. Zudem gab es beim Mixen eine kleine Sauerei in der Küche. Ich stellte fest, dass Kichererbsen beim Kochen einen etwas komischen Geruch abgeben. Und während ich das hier alles so tippe, merke ich, dass ich obendrein das Öl vergessen habe. Aber wisst ihr was? Das Hummus schmeckt dennoch supergut!

Zwiebelbrot:

  • 250g helles Dinkelmehl
  • 250g Vollkorndinkelmehl
  • 260ml Wasser
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 1 EL Zucker
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1 1/2 TL Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • Öl

Mischt die beiden Mehle in einer Schüssel und macht in der Mitte eine Mulde. In diese kommt der Zucker und zudem die Hefe, die ihr vorab im lauwarmen Wasser aufgelöst habt. Das lasst ihr nun 5 bis 10 Minuten zugedeckt stehen. In der Zeit könnt ihr schon einmal die Zwiebel hacken. Danach vermengt ihr die Hefe mit dem Mehl zu einem Teig und gebt dabei Salz und Pfeffer hinzu. Dieser Teig sollte nun an einem warmen Ort abgedeckt für eine halbe Stunde gehen. Genügend Zeit also, um die Zwiebeln in Öl anzubraten. Wenn der Teig nun gegangen ist, knetet ihr die Zwiebeln unter. Anschließend formt ihr entweder einen Brotlaib oder gebt ihn in eine Kastenform. Wer mag, kann noch ein paar Körner außen andrücken. Das Ganze darf dann noch einmal an einem warmen Ort abgedeckt für mindestens 60 Minuten gehen. Danach ist es endlich soweit: Das Zwiebelbrot darf in den Ofen und zwar bei 180 Grad Umluft für ca. 45 Minuten. Nach etwas der Hälfte der Zeit den Ofen auf 150-160 Grad herunterdrehen. 

Kräuterquark:

  • 250g Magerquark
  • 1 kleine Schalotte
  • 25-30g Küchenkräuter (Petersilie, Schnittlauch, Dill)
  • Salz, Pfeffer

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Schalotte klein schneiden, Kräuter hacken und alles mit dem Quark vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zack, fertig!
(Wer es etwas cremiger mag, kann ganz wenig Milch hinzugeben.)

Rote Bete Hummus:

  • 200g getrocknete Kichererbsen
  • 300-350g rohe Rote Bete
  • 50g Walnüsse
  • Saft von einer Biozitrone
  • Salz, Pfeffer

Die Kichererbsen weicht ihr über Nacht in Wasser ein. Je nach Packungsangabe müssen sie dann aber noch bis zu einer Stunde gekocht werden. Währenddessen schält ihr die Rote Bete und schneidet sie in Stücke. Da, das Ganze später eh gemixt wird, kann die Bete so ca. nach 40 Minuten zu den bereits kochenden Kichererbsen gegeben werden (spart Abwasch). Erst dann habe ich einen Teelöffel Salz hinzugegeben. Wenn ihr, wie ich, frische Walnüsse (aus den Garten der Großeltern) verwendet, müsst ihr sie nun noch knacken und klein hacken. Danach röstet ihr die Nüsse in einer Pfanne ohne Öl. Nach einer Stunde könnt ihr die Kichererbsen/Rote Bete vom Herd nehmen und das Kochwasser abgießen. Jetzt nur noch Kräuter hacken und die Zitrone auspressen und schon könnt ihr alles mit einem Mixer vermischen. Zum Schluss, wie fast immer, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Bon Appetit!

1 Kommentar :

  1. Ich selbst mochte Fleisch noch nie sonderlich. Ich esse manchmal Hühnchen, aber das war's. Ansonsten hatte ich schon immer eine leichte Abneigung davor.
    Aber ich kann es absolut verstehen, wenn man nicht drauf verzichten kann! Ich könnte das bei Käse nicht... Und ich finde es gut, dass du dann versuchst darauf zu achten woher es kommt.

    Ah, ich kann dich gut verstehen. Als Selbstständige gehört eine gewisse Unbeständigkeit bei der Arbeit eben dazu. Aber ich mag es auch nicht sonderlich...
    Ich hoffe das mit der Jobsuche läuft für dich dann einfach gut und viel lockerer ab, als du jetzt sicherlich denkst.

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