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Tagebuch einer Pilatesahnungslosen #3

ChristlMistl | Dienstag, 9. Mai 2017 | / / |
By shushipu [CC0 Public Domain], via Pixabay  

Heute bin ich eigentlich ziemlich zuversichtlich und beschwingt von der Arbeit zum Pilates geeilt. Kaum lag ich auf der Matte, sah das Ganze auf einmal erheblich anders aus. Eine negative Stimmung überkam mich, und zwar von Null auf Hundert in nur drei Sekunden.

Die ganze Zeit lag ich da so nun vor mich hin, starrte die Decke an, zog mein Powerhouse ein und die Rippen zusammen. Die ganze Zeit dachte ich nur, wann ist der Mist heute endlich vorbei. Ich habe keine Lust. Ich will nach Hause oder wieder auf die Arbeit. Das Gerede vom Powerhouse nervte, die Stimmlage der Trainerin nervte, das auf der Matte liegen nervte und sowieso alles nervte heute. Wenn ich noch einmal das Wort 'Ladies' höre, dann, ja dann... ja, was eigentlich? Dann huste ich jedes Mal ganz laut, schnaufe, verdrehe die Augen oder antworte genervt mit Heidi-Stimme 'Määädels'?! Ist ein bisschen blöd für die anderen. Denn Ruhe, ja die Ruhe ist ja ganz wichtig! Atme tief in dich hinein. Spüre dich selber und wenn nicht, dann die Finger der Trainerin, die deine Rippen zusammenzieht und auf den Boden drückt. Alles machte mich heute irgendwie rasend!
"Spürst du es jetzt? Noch ein bisschen..." - "Aua!"
Heute war also ganz und gar nicht mein Tag. Kaum hatte es also angefangen, dachte ich, wann ist es endlich vorbei. Vielleicht lag es einfach daran, dass ich heute noch nicht allzu viel gegessen habe. Dadurch hatte ich auch das Gefühl, dass ich mein Bauch nicht so tief wie die letzten Male einziehen konnte. Wohin auch, wenn er eh schon leer ist. Da brauche ich ihn auch nicht mehr einziehen, um mich gaaanz ausgehöhlt zu fühlen.

Mir fiel es heute auch so unglaublich schwer, ruhig zu stehen bzw. zu liegen. Ständig wollte ich mit meinen Händen irgendetwas machen, nur nicht sie locker nach unten hängen bzw. gelassen auf der Matte liegen lassen. Insgesamt war ich heute mal wieder die Unruhe in Person, also nicht Lautstärke-, sondern Zappelphilippmäßig. Schnell ein verstohlener Blick auf die Uhr. Wie spät ist es? Ah, noch zwanzig Minuten. Ok, das schaffst du schon noch. 

Und so kam es auch, die letzten zwanzig Minuten war ich dann nicht mehr ganz so Anti. Vielleicht weil wir dann langsam übergingen in Dehnübungen, wo ich mich endlich mehr mit meinen Händen und Füßen bewegen konnte, anstatt platt auf der Matte herumzuliegen und tief in mich hineinzuhorchen, äh zu atmen.

Aber hey, ich war da, habe es durchgezogen und bin am Ball geblieben. Und dennoch: die Boulderwand hat mir heute schrecklich gefehlt!

Kommentare :

  1. Pilates möchte ich eigentlich schon lange mal ausprobieren. Aber irgendwie bin ich noch nicht dazu gekommen, da die Kurse hier leider zu etwas ungünstigen Zeiten stattfinden. Na ja, ein paar Dinge, die du hier beschrieben hast, erinnern mich schon auch sehr an die Stunden, die ich immer besuche... nicht viel Unterschied. ^.^

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  2. Schade, dass dir die Stunde nicht so viel Spaß gemacht hat – kenne ich aber aus meinen Yoga-Stunden. Besonders die zweite fand ich ätzend. :D

    Hab ein schönes Wochenende, liebe Chrissie!

    Liebe Grüße,
    Sarah

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